Alles, was du vor dem Einsatz der SmartBoots bei deinen Patienten wissen musst
Keine Verkaufspräsentation, keine Produkttour – sondern fundierte Antworten zu Validierung, klinischer Anwendung, Datenhoheit und wissenschaftlicher Veröffentlichung sowie Informationen zur Bewerbung für eine Kooperationspartnerschaft.
Die Grundlage bilden 5 Jahre biomechanische Tests mit über 6.000 Pferden. Mit jeder kooperierenden Praxis erweitert sich die Evidenzbasis kontinuierlich.
Wissenschaft & Validierung
5 FragenSmartBoots erfassen mit an den Gliedmaßen befestigten Inertialsensoren die Bewegung allen vier Beine gleichzeitig, Schritt für Schritt — nach demselben Grundprinzip wie stationäre inertiale Ganganalyse-Systeme, jedoch erweitert auf kontinuierliche Erfassung unter realen Bedingungen statt eines einzelnen kontrollierten Durchgangs. Der direkte Vergleich mit stationären und optischen Systemen ist ein aktiver Schwerpunkt des Research Network — Praxen, die beide Systeme parallel einsetzen, sind eines der Kooperationsformate, für die wir aktiv nach Partnern suchen.
Jedes Personal-AI-Vet-Profil durchläuft eine festgelegte 30-tägige Baseline-Phase: eine anfängliche Lernphase über die ersten Sitzungen hinweg, eine Musterbildungsphase etwa zwischen Tag 8–21, in der sich wiederkehrende Bewegungsmuster herausbilden, und eine Verfeinerungsphase von Tag 22–30, die festlegt, wie „normal“ für dieses spezifische Pferd aussieht. Ab Tag 30 wechselt das System in den aktiven Überwachungsmodus — jede neue Sitzung wird mit der eigenen Baseline des Pferdes verglichen, nicht mit einem allgemeinen Populationsdurchschnitt.
Die Berichte verwenden einen Symmetrie-Index, der sich an der AAEP-Lahmheitsskala (Grade 0–5) orientiert — Ergebnisse lassen sich also direkt in eine Sprache übersetzen, die Kolleginnen, Kollegen, Versicherer und überweisende Praxen bereits kennen. Das ist eine Zuordnung zu einer anerkannten klinischen Referenz, keine formale Zertifizierung durch Dritte.
Da alle vier Gliedmaßen gleichzeitig gemessen werden, lassen sich Belastungsmuster ungeritten vs. geritten oder auf unterschiedlichen Untergründen vergleichen. Das hilft, eine pferdebedingte Asymmetrie von einem Sattel-, Reiterbalance- oder Bodeneinfluss zu unterscheiden. Es ist ein Datenpunkt für deine Differentialdiagnose — keine eigenständige Diagnose.
Nein. Er liefert objektive, kontinuierliche Daten, die deine eigene Einschätzung als Tierärztin/Tierarzt oder Physiotherapeut:in unterstützen – nicht ersetzen. Jeder Hinweis und jeder Bericht ist zur Interpretation durch dich als Fachperson gedacht, nicht zur automatischen Umsetzung.
Klinische Integration
5 FragenDas Anlegen der Boots dauert unter einer Minute, und ein fünfminütiger Schritt an der Hand reicht für einen vollständigen Bericht — das lässt sich problemlos in eine normale Lahmheitsuntersuchung oder Nachkontrolle integrieren, ohne den Termin spürbar zu verlängern.
Ja. Die Berichte lassen sich exportieren und zusammen mit deiner bestehenden Dokumentation ablegen. Mehrere kooperierende Praxen nutzen sie bereits als ergänzenden Nachweis in der Ankaufsuntersuchung (AKU).
Jede Sitzung ist mit einem Zeitstempel versehen und an die eigene Baseline des Pferdes gekoppelt. So lassen sich eine Nachkontrolle mit dem ursprünglichen Termin oder dasselbe Pferd unter zwei verschiedenen Reitern oder auf unterschiedlichen Böden auf derselben Skala vergleichen.
Das Anlegen der Sensoren und Starten einer Sitzung erfordert keine besondere Schulung — die meisten Teams sind nach zwei bis drei Sitzungen sicher im Umgang. Für die Interpretation der Berichte empfiehlt sich ein kurzes Onboarding-Gespräch mit unserem klinischen Team, das bei jeder Testeinheit inklusive ist.
Kooperations-Testphasen sind in der Regel kostenlos oder für einen vereinbarten Zeitraum vergünstigt. Genaue Kosten und Dauer hängen von deinem Patientenaufkommen und dem gewählten Kooperationsformat ab und werden individuell nach Prüfung deiner Bewerbung festgelegt.
Daten, Forschung & Publikation
5 FragenDeine Praxis behält das Eigentum an den Falldaten deiner Patienten. CABASUS nutzt sie in anonymisierter und aggregierter Form, um die zugrunde liegenden Modelle zu verbessern — und, sofern du zustimmst, um einen gemeinsamen Forschungsdatensatz zu unterstützen.
Ja. Zugelassene Praxen, Universitätskliniken und einzelne Forschende können für eine konkret definierte Forschungsfrage Zugang zum anonymisierten CABASUS-Datensatz beantragen. Die Freigabe erfolgt im Einzelfall.
Ja — die Publikation, sei es in einer Fachzeitschrift, auf einer Konferenz oder auf der CABASUS-Website, ist eines der Ziele des Programms. Alles, was auf CABASUS veröffentlicht wird, wird vorher gemeinsam mit dir geprüft, und Autorenschaft sowie Namensnennung bleiben bei dir.
Ja. Mehrere Kooperationsplätze sind für Abschlussarbeiten und Facharztprojekte reserviert. Das Forschungsteam unterstützt dabei, eine Fragestellung zu entwickeln, die sich mit dem bestehenden Datensatz — oder einer neuen Fallserie — realistisch beantworten lässt.
Sitzungs- und Berichtsdaten lassen sich für die weitere Analyse exportieren. Das Forschungsteam berät dich gerne, welches Format am besten zu deiner bestehenden Auswertungssoftware passt.
Am Programm teilnehmen
5 FragenPraktizierende Pferdetierärztinnen und -ärzte, Pferdephysiotherapeut:innen, Universitätskliniken sowie Forschende mit aktivem Patientenstamm oder einer konkreten Forschungsfrage können sich bewerben.
Der Einsatz von SmartBoots bei einem vereinbarten Patientenstamm, das Teilen strukturierter Sitzungsdaten mit dem Forschungsteam sowie ein kurzes Feedback-Gespräch alle paar Wochen. Alle Details findest du im Abschnitt „Der Austausch“ weiter unten.
Test-Hardware, ein Dashboard für Falldaten, Unterstützung bei der Publikation sowie — falls relevant — Datensatzzugang und einen Vortragsplatz bei den CABASUS Vet Sessions. Alle Details findest du im Abschnitt „Der Austausch“ weiter unten.
Die meisten Bewerbenden erhalten innerhalb von zwei Werktagen eine Rückmeldung mit den nächsten Schritten oder einem kurzen Abstimmungsgespräch.
Ja — Gruppen- und institutionelle Bewerbungen sind willkommen und eignen sich oft besonders gut für Fallserien mit mehreren Pferden oder vergleichende Validierungsstudien.
Ein fairer Austausch, klar benannt — nicht nur angedeutet.
Kooperation funktioniert nur, wenn beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen. Hier steht genau, was wir bitten — und was du dafür bekommst.
- SmartBoots einsetzen bei einem vereinbarten Patientenstamm während der Kooperationsphase.
- Strukturierte Sitzungsdaten teilen mit dem CABASUS-Forschungsteam.
- Ein kurzes Feedback-Gespräch etwa alle 4–6 Wochen.
- Bereitschaft, genannt zu werden als teilnehmende Praxis — Daten auf Patientenebene bleiben stets anonymisiert.
- Optional: gemeinsame Entwicklung einer Fallstudie oder Datenauswertung zur Publikation.
- Kostenlose oder vergünstigte SmartBoots-Einheiten für die Kooperationsphase.
- Ein Dashboard für Falldaten, um eigene Serien zusammenzustellen und zu exportieren.
- Redaktionelle und gestalterische Unterstützung bei Fallstudie, Poster oder Manuskript.
- Bevorzugten Datensatzzugang für eigene Forschungsfragen.
- Einen Vortragsplatz bei den CABASUS Vet Sessions, wenn Ihr Fall ausgewählt wird.
Wege zur Zusammenarbeit.
Wähle das Format, das zu deiner Praxis oder deiner Fragestellung passt — jede Bewerbung wird individuell abgestimmt.
Falldokumentation
Ein einzelner Fall oder eine kleine Serie aus deinem regulären Patientenstamm.
Vergleichsstudie
SmartBoots im direkten Vergleich zu deiner aktuellen Methode der Ganganalyse.
Datensatzforschung
Unabhängige Auswertung auf Basis des anonymisierten CABASUS-Datensatzes.
Langfristige Partnerschaft
Fortlaufende Datenbeiträge als benannte Forschungspraxis.
Jetzt für das Kooperationsprogramm bewerben.
Erzähl uns von deiner Praxis oder deiner Forschungsfrage. Bewerbungen werden individuell geprüft, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.
Durchsuch die FAQ oben, oder schreib uns direkt — die meisten tierärztlichen und wissenschaftlichen Fragen erhalten eine inhaltliche Antwort, keine Standardfloskel.

